Ein Jahr der Gegensätze

2019 war mein erstes Jahr als selbständige Autorin und Übersetzerin und ich war wirklich sehr beschäftigt. Vier Bücher von mir wurden veröffentlicht – zwei Kinderbücher der Jabando-Reihe beim Francke-Verlag und zwei Bände meiner Lebenswege-Reihe im Eigenverlag. Zusätzlich habe ich sechs Bücher für Autorenkollegen aus dem Englischen übersetzt, von denen fünf ebenfalls veröffentlicht wurden. Wenn ich mir das so ansehe, frage ich mich, wie ich es geschafft habe, dazwischen noch einen historischen Roman zu schreiben, der im Februar 2020 im Francke-Verlag veröffentlicht wird. Auch ein weiteres Kinderbuch liegt noch auf Eis.

Dieser enorme Output zeigt mir eines: Ich habe mir den richtigen Job ausgesucht. Denn gesundheitlich war das Jahr 2019 für mich ein absoluter Tiefpunkt. Meine Energiereserven waren vollständig aufgebraucht und ich habe mich durch jeden einzelnen Tag gehangelt, fühlte mich permanent erschöpft und musste mich oft ein oder mehrmals täglich hinlegen, um überhaupt bis Abends durchzuhalten. Im Haushalt blieb Vieles liegen, weil ich es einfach nicht geschafft habe.

Doch in all dem ging eines immer: Schreiben und Übersetzen. Es gab nur ganz wenige Tage, an denen ich so ausgelaugt war, dass ich mich nicht einmal mehr darauf konzentrieren konnte. Jetzt, am Ende von 2019, nach vielen Arztbesuchen und Therapien, geht es langsam bergauf und ich scharre schon mit den Hufen, um mich in das Jahr 2020 zu stürzen, das mit Schreibplänen und Übersetzungsaufträgen schon fast komplett ausgebucht ist.

Ja, 2019 war definitiv ein erfolgreiches Jahr für mich mit Verlagsverträgen, Übersetzungsaufträgen und einem 5. Platz beim Schreibwettbewerb Lotto Kunstpreis 2019! Das Feedback zu meinen Büchern war durchweg positiv und ermutigend; dennoch war die finanzielle Ausbeute deutlich geringer als erwartet. Diese Tatsache nagt an mir und macht mich umso neugieriger, wie sich die Dinge in 2020 entwickeln werden.

Es gibt noch einen Aspekt an 2019, der mich sehr glücklich macht: Ich bin endlich mal wieder dazu gekommen, mehr zu lesen. Vielleicht amüsiert es dich zu erfahren, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben Harry Potter gelesen habe.

Nachdem ich jahrelang ausschließlich englische Bücher verschlungen habe, habe ich mich dieses Jahr mal an deutsche Kollegen aus der Selfpublisher-Szene herangewagt und wurde positiv überrascht. Meine Highlights waren hier die beiden Fit me up Bücher von Leah Hasjak, die mit ihrem stichelnden Witz bei gleichzeitig tiefgründiger Charakterentwicklung Lesevergnügen genau nach meinem Geschmack liefert. (Die Rezensionen findet ihr weiter unten.)

Zu guter Letzt möchte ich noch auf meine nächste Veröffentlichung hinweisen: Die stumme Magd, der oben erwähnte historische Roman, der bereits vorbestellt werden kann. Die junge Dame in diesem Buch hat mir ja einige Kopfschmerzen bereitet, doch inzwischen bin ich froh, dass sie so hartnäckig war und mir den Weg ins 17. Jahrhundert gewiesen hat. Denn dort wird auch mein nächster Roman angesiedelt sein. Aber dazu ein anderes Mal mehr.

Jetzt bleibt mir nur, Euch ein frohes neues Jahr zu wünschen und viel Gesundheit und Segen für 2020!

Herzlichst,

Annette Spratte

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