Es war einmal …

… eine Autorin mit einer spontanen Idee. So etwas passiert mir ja ständig. Irgendein Stichwort, ein Eindruck, ein Bild und zack – ist da wieder eine Geschichte in meinem Kopf. In diesem Fall ein Märchen. Und das kam so:

Über Facebook lernte ich die Fotografin Toni Allen kennen, die mich mit ihren wunderschönen Naturaufnahmen immer wieder begeisterte. Besonders die Bilder eines Teiches in ihrer Nähe bezauberten mich mit ihren tollen Spiegelungen der Büsche und Bäume am Ufer. Eines Tages kommentierte ich bei einem Bild, dass man zu diesem Teich ein Märchen schreiben müsste. Ich konnte förmlich die Elfen sehen, die über seine Oberfläche dahinflitzten.
„Mach doch“, antwortete sie mir und ich setzte mich noch am gleichen Tag hin und schrieb die Geschichte von Mirbidi, der an dem Teich lebt, von dessen Oberfläche eines Tages die Spiegelbilder gestohlen werden. Eine Katastrophe für die Tiere und magischen Wesen im Wald! Da sie ohne die Spiegelbilder nicht mehr sehen können, wo das Wasser anfängt, laufen sie Gefahr zu ertrinken. Aber wie können die Spiegelbilder überhaupt verschwinden? Da steckt doch wieder der böse Kobold Horum dahinter. Mirbidi macht sich gegen dem Rat des weisen Vater Schwan auf den Weg, um die Spiegelbilder zurückzuholen und erlebt ein aufregendes Abenteuer.

Natürlich schrieb ich erst auf Englisch, damit Toni es lesen konnte. Sie war begeistert! Gemeinsam feilten wir – per E-Mail hin und her – an der Geschichte herum, bis wir beide zufrieden waren. Da mein Mann mir gerade ein Zeichentablet geschenkt hatte, fing ich an, ihre Fotos mit Elfen, Zwergen und Kobolden zu bestücken. Eine intensive, nervenaufreibende Arbeit für jemanden, der sich weder mit dem Zeichenprogramm noch mit dem Tablet auskennt. Doch das Ergebnis gefiel uns beiden. Jetzt musste man nur noch alles ordentlich in Form bringen und dann konnte unser Märchen veröffentlicht werden. Das war 2018.

Zwei Jahre lang geschah nichts, denn wir fühlten uns beide nicht in der Lage, einen vernünftigen Buchsatz hinzubekommen. Dieses Jahr nahm ich – nachdem ich die Geschichte auf Deutsch übersetzt hatte – das Projekt wieder in Angriff.

Und hier ist sie, die Überraschungs-Neuerscheinung 2020:

Erschienen im Format 21 x 21 cm mit einem Farbbild auf jeder Doppelseite und reißfestem 150 g Papier ist das 32 Seiten starke Heftchen zwar nicht gerade günstig, aber anders wären die aufwendigen Bilder nicht zur Geltung gekommen.

Lust auf einen Ausflug in die Märchenwelt?

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