Die Kannenbäckerin – Neues Buchprojekt

Es ist doch immer wieder lustig, wie neue Buchideen entstehen. In diesem Fall folgte die Idee auf dem Fuße eines Telefonats mit Frau Arlt, Programmleiterin beim Francke-Verlag. Sie erwähnte nämlich, dass Kunden schon öfter nach historischen Romanen gefragt hätten, die in Deutschland angesiedelt sind und nicht irgendwo in England oder Amerika spielen.

Also setzte ich mich hin und googelte spaßeshalber mal „Die Pest im Westerwald“. Wenn ich schon darüber nachdenke, einen historischen Roman in Deutschland zu schreiben, dann lasse ich ihn doch am besten in der Region spielen, wo ich wohne. Was das Internet zu Tage förderte, war eine reiche Fülle an geschichtlichen Ereignissen. Fasziniert recherchierte ich kreuz und quer durch den dreißigjährigen Krieg, die Grafen von Sayn und das Kannenbäckerland. Dabei kam so viel Material zusammen, dass ich damit locker zwei Romane schreiben kann. Obwohl ich erst dachte, die junge Gräfin Ernestine von Sayn, die schon früh aus ungeklärter Ursache verstarb, würde das Rennen machen, wurde sie rechts von der Kannenbäckerin überholt, die sich dreist meiner Gedankengänge bemächtigte. So was kenne ich ja schon von der stummen Magd und habe mich diesmal nicht gewehrt, sondern mich prompt ans Plotten gesetzt und die Geschichte in groben Zügen festgehalten.

Photo by Quang Nguyen Vinh on Pexels.com

Da es sich hier nicht um eine historische, sondern eine fiktive Person handelt, kann ich meiner Fantasie freien Lauf und trotzdem ein Stück Lokalgeschichte aufleben lassen. Hauptperson ist Johanna Hatterod, die im Alter von zwölf Jahren ihre gesamte Familie an die Pest verliert. Um im kriegsgebeutelten Westerwald zu überleben, der von immer neuen Scharen kaiserlicher Truppen verwüstet wird, verkleidet sie sich als Junge und schafft es so, sich zu ihrem Onkel durchzuschlagen. Da er für sie ein Fremder ist (die Brüder waren zerstritten), erzählt sie ihm nicht, dass sie eigentlich ein Mädchen ist und wird so zum Töpferlehrling.

Natürlich fliegt der Betrug irgendwann auf und Johanna muss hart darum kämpfen, ihren geliebten Beruf ausüben zu können. Da gibt es eine ganze Reihe gesellschaftlicher Probleme, Anfeindungen und Verwirrungen, wobei natürlich auch eine Romanze nicht fehlen darf. Mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.

Die ersten zwei Kapitel sind geschrieben und ich hoffe, dass ich die Rohfassung bis Juni 2020 abschließen kann. Was haltet ihr von der Idee?

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