Interview mit Herrn Munkel aus Jabando

Eine der rätselhaftesten Figuren in der Buchreihe Jabando ist sicherlich Herr Munkel, Besitzer eines Gebrauchtwarenladens, von dem Tom das mysteriöse Nintendo-Spiel bekommen hat.
Heute nimmt sich Herr Munkel mal die Zeit für ein Gespräch – nun, die hat er eigentlich immer.

Hallo Herr Munkel, schön dass Sie sich heute Zeit für uns nehmen.

Das mache ich doch gern.

Ich finde es ja erstaunlich, dass Sie in Ihrem Alter immer noch ein Geschäft betreiben. Wie alt sind Sie eigentlich?

Nunja, so allmählich gehe ich wohl auf die 90 zu.

Und da setzen Sie sich nicht zur Ruhe?

Ach, was soll ich denn herumsitzen und die Wände anstarren? Dieser Laden hier macht mir Freude! Ich habe täglich Kundschaft. Es kommt immer mal jemand herein und stöbert in meinen Schätzen; wir halten ein Pläuschchen, man hört so dies und das. Ich glaube nicht, dass ich in meiner Wohnung so viel Besuch bekommen würde.

Sie bekommen auch viel Besuch von Kindern.

Ja, das ist sehr schön. Viele sagen die kommen nur wegen der Bonbons. Aber das glaube ich nicht. Wir sind Freunde. Kinder brauchen Freunde – auch unter den großen Leuten.

Jetzt mal zu dem Spiel, dass Sie Tom geschenkt haben. Wo haben Sie das nur her?

Das Spiel? Welches Spiel war das noch, helfen Sie meinem alten Gehirn bitte etwas auf die Sprünge.

Das Nintendo-Spiel? Jabando?

Ach, das ja! Ja, jetzt erinnere ich mich. Der Tom, ja. Das ist ein feiner Bursche, der Tom. Sein Bruder auch. Die beiden mag ich sehr gern.

Und? Woher haben Sie dieses Spiel?

Das? Ach, das weiß ich gar nicht mehr. Die Leute bringen ja die verrücktesten Sachen. Es war irgendwo zwischen dem Zeug.

Und wie haben Sie herausgefunden, wie es funktioniert?

Nun, eigentlich habe ich das gar nicht. Es gab eine Beschreibung. Die klang so verrückt, dass ich sie von vorn bis hinten durchgelesen habe. Aber ich hatte ja kein so ein Gerät, so ein, ach, immer vergesse ich diesen Namen. Nindodo?

Nintendo.

Nintendo, ja richtig. Sowas hatte ich ja nicht. Ich hatte das Spiel eingepackt und wollte es meinem Urenkel schicken. Aber dann fiel mir ein, dass ich ja die Beschreibung nicht dazu getan hatte. Also habe ich es wieder mit nach Hause genommen.

Und unterwegs verloren?

Ja! Es muss mir aus der Tasche gefallen sein. Als dann der Tom vor mir stand, dachte ich „Was soll’s, kann der doch damit spielen, wenn er schon so ein ehrlicher Bursche ist.“ Da habe ich es ihm geschenkt.

Aber ohne Anleitung.

Diese Anleitung! Ich habe sie gesucht wie verrückt, sie ist weg! Einfach weg.

Haben Sie sich keine Gedanken darüber gemacht, wie gefährlich dieses Spiel sein kann?

Wieso gefährlich? Es ist ein Spiel. Niemandem kann etwas passieren in dem Spiel, das stand in der Beschreibung drin.

Aber man kann das Spiel nicht jederzeit abbrechen.

Nein, das stimmt, das geht nicht. Und ich denke, das ist auch gut so. Sehen Sie, heutzutage hält doch keiner mehr was aus. Sobald die Leute ein Problem haben, wenden sie sich ab und machen was anderes. Selbst in den Ehen ist es so! „In guten wie in schlechten Zeiten“ war früher mal. Wenn heute schlechte Zeiten kommen, lässt man sich scheiden. Bei den Kindern ist es doch nicht anders. Wie oft kommen die Eltern angerannt, wenn die Kinder ein Problem haben, und regeln alles für sie. Wie sollen sie da lernen, allein klarzukommen? In diesem Spiel muss man sich durchbeißen. Kneifen gibt’s nicht. Glauben Sie mir, es macht die Kinder stark. Sie gewinnen Selbstvertrauen.

Welche Rolle spielt eigentlich die Bibel in diesem Spiel?

Oh, eine sehr wichtige. Das gefällt mir am Besten. Ohne die Bibel kann man die Level nicht lösen – oder nur sehr schwer. Zu jedem Level gehört eine Bibelstelle. Die ist nicht im Spiel, man muss sie in der Bibel nachlesen. Und dann kommt man darauf, was man machen muss. Einfach fantastisch. Tom und Jojo hatten vorher noch nie in der Bibel gelesen, aber nachdem sie einige Geschichten selbst miterlebt haben ist es etwas völlig anderes. Sie sind Jesus begegnet. So etwas verändert Leben.

Aber ich dachte, es ist nur ein Spiel?

Tja, das Spiel ist nur ein Spiel. Aber die Bibel ist das lebendige Wort Gottes. Wer sich darauf einlässt, bleibt nicht so, wie er war.

Auch ohne das Spiel?

Ja, auch ohne das Spiel. Wenn Sie wüssten, was ich alles schon mit Gott erlebt habe!

Ich hoffe, das erzählen Sie mir bei Gelegenheit auch mal. Jetzt haben wir dafür leider keine Zeit mehr. Vielen Dank für das Gespräch!

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