Cover Reveal Blumen im Schuh

Endlich ist es so weit! Ich darf offiziell Titel und Cover meines neuesten Romans bekanntgeben. Es handelt sich diesmal nicht um einen historischen Roman, sondern um einen zeitgenössischen Ü40 Frauen-Freundschafts-Entwicklungsroman mit viel Humor, wichtigen Lebensweisheiten, Bauernhofidylle, zu viel Kaffee und einer Katze namens Erna.

Da dieses Genre im Buchhandel so nicht zu finden ist (warum eigentlich nicht?), nennen wir es schlicht Gegenwartsliteratur. Hier ist die Beschreibung:

Wenn eine konservative Buchhalterin bei einer freiheitsliebenden Sozialarbeiterin einzieht, fliegen die Fetzen – es sei denn, die beiden haben etwas gemeinsam.
Als Elisabeth kurz vor der Silberhochzeit ihren Mann beim Ehebruch ertappt, zerbricht ihre Welt in tausend Scherben. Ihr Zufluchtsort ist der abgeschiedene Bauernhof ihrer verrückten Schwägerin Anja, denn dort wird ihr Mann sie garantiert nicht vermuten. Zwischen herzlichem Chaos, bedingungsloser Annahme, Teenie-Dramen und unkonventioneller Lebensgestaltung findet Elisabeth allmählich wieder zu sich selbst. Doch woher soll sie die Kraft und Zuversicht für einen Neustart nehmen, wenn ihr ständig Steine in den Weg gelegt werden?
„Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an völlig gepackt und mir sehr gefallen. Ich mochte einfach nicht aufhören zu lesen und war erstaunt, dass Lachen und Weinen so nahe beieinanderliegen können.“ – Anna Hübner, Bloggerin von Annislesewelt

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Anna, die das Buch vorab gelesen und mir wertvolles Feedback gegeben hat.
Aber warum habe ich so eine Geschichte geschrieben? Alles begann im Schaukelsessel unter dem Kirschbaum. Dort saß ich nämlich im Sommer 2022, schaute in die Ferne und fragte Gott nach einer neuen Romanidee. Und dann waren sie plötzlich da: die völlig verklemmte Elisabeth, Anja mit ihrem losen Mundwerk, der narzisstische Wolfgang. Dazu die Frage, wieso es einem Ehebrecher gelingen kann, sich in einer christlichen Gemeinde als Opfer darzustellen, weil seine Frau ihn verlassen hat. ‚Oh‘, dachte ich. ‚Brisant.‘ Narzissmus und Täter-Opfer-Umkehr gehen meist Hand in Hand, denn Narzissten verstehen es hervorragend, allen anderen die Schuld zuzuschieben und sich selbst mit reinweißer Weste zu präsentieren. Leider weiß ich das aus persönlicher Erfahrung, was auch der Grund ist, warum ich dieses Buch schreiben musste, obwohl der Verlag zunächst abgelehnt hatte.

Meine persönliche Begegnung mit dem Thema Narzissmus ist völlig anders gelagert als in diesem Buch, aber die Folgen, die sich durch mein gesamtes Leben ziehen, sind die gleichen. Mit dieser Geschichte möchte ich ein Bewusstsein dafür schaffen, wie massiv Opfer von Narzissten in ihrem Leben, Denken und Handeln beeinflusst werden und wie schwer es ist, sich daraus zu befreien. Gleichzeitig möchte ich Mut machen: Es ist möglich, sich daraus zu befreien.

Und damit ich diesen Prozess beim Schreiben gut aushalten konnte, habe ich die Story mit sehr, sehr viel Humor gespickt. So viel, dass ich mich beim Korrekturlesen fast an meinem Tee verschluckt hätte, weil ich einen Gag komplett vergessen hatte. Was es mit dem Titel auf sich hat? Nun, da gibt es eine kleine Szene…

Ich setzte mich und streifte meine Schuhe ab. „Oh, das tut gut.“
„Bist du in den Mädchenschuhen in die Stadt gelaufen?“, fragte Anja.
„Mädchenschuhe?“
Sie schnappte sich einen meiner Schuhe und betrachtete den Absatz.
„He! Gib den wieder her!“
„Ich gebe dir jetzt mal einen ganz heißen Tipp. Kauf dir was Bequemes. Das hier …“ Sie wackelte mit dem Schuh. „… ist glatter Selbstmord.“
„Nein, das sind bequeme Schuhe“, verteidigte ich mich.
„Und warum tun dir dann die Füße weh? Hm?“ Sie hängte den Schuh mit dem Absatz an die Rückenlehne eines Stuhls. „Das ist die Idee! Wir hängen deine Schuhe auf und pflanzen Blumen rein.“
„Was? Nein! Gib her.“ Ich stand auf und wollte mir den Schuh schnappen, war aber zu langsam.
Anja rannte damit zum Zaun am Gemüsegarten und hängte ihn dort auf. „Klaus, guck mal! Ist das nicht ne tolle Deko? Wir könnten Stiefmütterchen da rein pflanzen. Oder Erdbeeren!“ Klaus war zum Glück zu weit weg, um sie zu hören.

Warum wird das Buch nun doch bei Francke erscheinen? Nach intensiven Gesprächen mit der Verlagsleiterin hatte ich versprochen, ihr das fertige Manuskript zuzusenden, was ich natürlich getan habe. Sie hat es gelesen (oder besser gesagt an einem Wochenende durchgesuchtet) und war restlos überzeugt. Ich freue mich sehr, dass ich diesen Schritt in ein weiteres Genre wieder mit Francke gehen darf, denn uns verbindet inzwischen eine sehr gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit, was nicht selbstverständlich ist. Sobald der Roman vorbestellbar ist, werde ich die entsprechenden Links auf meiner Seite setzen.

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