Neuerscheinung – Das Holz, aus dem wir geschnitzt sind

Endlich ist es so weit! Bereits Anfang November ist mein neuer historischer Roman in die Welt hinausgezogen und ich bin ganz überwältigt von dem Feedback, das mich bisher erreicht hat. Schon in den ersten Tagen gingen Bilder und Rezensionen auf Instagram und Lovelybooks online und alle hatten den gleichen Tenor: Das Buch berührt ganz tief. Viele berichten, dass sie beim Lesen Tränen vergossen haben und dass das Buch noch lange nachhallt und zum Nachdenken anregt.

Seither denke auch ich nach. Was hat diese Geschichte an sich, dass sie so zu Herzen geht? Ich meine klar, Karl ist ein total lieber Kerl und man muss ihn einfach gern haben. Mir ist er ja auch sehr ans Herz gewachsen. Und ja, er muss eine Menge durchmachen, aber ganz ehrlich? Beim Schreiben hatte ich noch überlegt, ob das alles nicht ein bisschen spärlich ist und die Leser sich langweilen. Die Schreibreise war für mich sehr entspannt, wie eine Fahrt mit dem Golfcart, mit dem ich gemütlich durch den Westerwald tuckere. Es gab sicherlich die ein oder andere Stelle, an der auch ich beim Schreiben Tränen vergossen habe, aber das geht mir immer so. Es war nicht häufiger als sonst. Ich schrieb täglich meine 800 bis 1600 Wörter und war ganz verblüfft, wie schnell ich fertig war. Es folgte noch eine intensive Überarbeitung, weil ich an einigen Stellen nicht zufrieden war, und dann ging die Geschichte auch schon an meine Testleser – meinen Mann und eine liebe Freundin. Beide meldeten sich völlig verheult bei mir zurück. ‚Huch‘, dachte ich. ‚Was habe ich getan?‘

So ganz genau weiß ich es immer noch nicht. Es hat vermutlich viel damit zu tun, dass Karl ein Underdog ist, ein friedlicher Mensch, dem Unrecht widerfährt – eine Situation, mit der sich anscheinend viele Leser identifizieren können. Er kämpft jedoch nicht mit Gewalt dagegen an, sondern erträgt es stoisch. Nicht, weil er nicht kämpfen könnte, sondern weil er sich dagegen entschieden hat. In unserer Welt sind wir zurzeit täglich mit Kampf konfrontiert, seien es Kriege in der Ukraine, im Sudan oder Nahost, seien es Zankereien in der Politik oder Pöbeleien im Straßenverkehr, vom aufflammenden Antisemitismus ganz zu schweigen. Der Ton in unserer Gesellschaft ist deutlich rauer geworden und in diese Atmosphäre bringt Karl eine ganz andere Stärke hinein: Die Stärke des Gottvertrauens und der Hoffnung. Die kraftvolle Weigerung, sich von der Streitlust anderer anstecken zu lassen. Das hingebungsvolle Festhalten an der Liebe, allen Widrigkeiten zum Trotz. Die Entscheidung, erlebtes Unrecht loszulassen, um nicht bitter zu werden.

Vielleicht ist beim Schreiben mein Schmerz über den Zustand der Welt mit in die Geschichte eingeflossen, ohne dass ich es gemerkt habe. Und vielleicht ist dieses Buch meine Antwort darauf, denn ich glaube ganz fest daran, dass Liebe den Hass überwindet und dass Gott in dieser Welt noch immer präsent ist, auch wenn man den Eindruck bekommt, Er hätte sich abgewandt. Es ist die Entscheidung jedes Einzelnen, wie er dem Unrecht begegnen will. Das ist es, was ich mit meinem Buch verdeutlichen möchte und ich hoffe, dass es noch viele Menschen berühren wird. Einige Rezensionen habe ich bereits auszugsweise auf die Buchseite des Romans hier auf meiner Homepage gestellt. Die vollständigen Rezensionen findet ihr auf Lovelybooks, wo man sich auch bis zum 18.11.2023 für eins von 20 Rezensionsexemplaren für eine Leserunde bewerben kann. Du musst aber bei Lovelybooks registriert sein, um teilzunehmen.

Hast du das Buch schon gelesen? Und wenn ja, wie hat es dir gefallen?

Hinterlasse einen Kommentar

Entdecken Sie mehr von Annette Spratte

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen