Die Kraft klarer Entscheidungen

Kennst du das? Es gibt eine Situation in deinem Leben, die eine Entscheidung erfordert, und du überlegst hin und her, wägst Für und Wider ab, sammelst Informationen, fragst Freunde um Rat und verbringst schlaflose Nächte. Mal denkst du, die eine Lösung wäre richtig, dann die andere. Mitten in der Nacht fällt dir womöglich noch eine dritte ein und um den Schlaf ist es geschehen.

So ging es mir die letzten zwölf Jahre. Ja, richtig gelesen! Seit zwölf Jahren kaue ich an einer Frage herum, die sich für mich nicht lösen ließ, weil mir eine entscheidende Komponente fehlte: Der Mut.

Ich wusste längst, in welche Richtung meine Meinung tendierte. Doch das Selbstbewusstsein, die Entscheidung zu fällen und mit den Konsequenzen umzugehen, fehlte mir. Bis vor drei Wochen. Da stand mir plötzlich glasklar vor Augen, welchen Weg ich einschlagen musste. Kein leichter Weg, aber ein notwendiger. Und nach zwölf Jahren des Ringens spürte ich, wie befreiend eine klare Entscheidung ist.

Die Unentschlossenheit hatte mich gelähmt und viel Energie gebunden. Ich war gefangen in alten Glaubenssätzen und Träumen, die inzwischen gar keine Relevanz mehr für mich hatten. Sich das einzugestehen und loszulassen, erfordert großen Mut. Und ja, es tut weh.

Wäre ich nicht gläubig, wäre ich diesen Weg vermutlich nicht gegangen. Ich hätte zu viel Angst gehabt vor dem Schmerz. Hätte meine Entscheidung immer wieder angezweifelt. Doch so kann ich sagen: Gott hat mir nicht nur den Mut geschenkt, sondern auch Frieden. Einen inneren Frieden , wie ich ihn selten erlebt habe und der mich feit gegen die Zweifel, die mich überrollen möchten. Wenn diese Gedanken auftauchen (und das tun sie), halte ich ihnen ein Stoppschild vor die Nase. Halt. Ich habe diese Entscheidung nach sorgfältiger Abwägung getroffen und meinen Frieden darüber. Es ist gut so, also halt die Klappe. Das erfordert Selbstvertrauen.

Wenn du wie ich an einem Thema herumkaust, dann möchte ich dir Mut zusprechen. Trau dich, eine Entscheidung zu fällen. Beweg dich heraus aus dem lähmenden Niemandsland der Unentschlossenheit. Du darfst dir selbst vertrauen, dass du gute Entscheidungen treffen kannst. Und selbst wenn es noch eine bessere Entscheidung gegeben hätte – sie ist dir halt nicht eingefallen. Punkt. Die zweitbeste Lösung ist immer noch besser als Stillstand. Und wenn du ebenfalls gläubig bist: Warte nicht auf den Brief vom Himmel. Gott geht jeden Weg mit, den du einschlägst. Er kann dich deutlich besser lenken, wenn du in Bewegung bist.

Wie sieht es bei dir aus? Kannst du gut Dinge entscheiden?

Feldweg im Abendlicht mit blühenden Ästen im Vordergrund

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