Remember When Love Was New – Rezension

Der zweite Teil der Second Chances Reihe von Anne Goldberg kann wunderbar als Standalone gelesen werden, da es keinerlei Bezug zum Vorgängerband gibt außer der Coveraufmachung und dem Titel.

Es geht um Leena, die als Grundschullehrerin in Stonehaven (Schottland) arbeitet, und überraschend den Sohn ihrer Jugendliebe Hamish in die Klasse bekommt. Nick stellt jede Menge Blödsinn an und alle sind der Auffassung, dass man von Hamishs Sohn wohl nichts anderes erwarten kann.

Als Leser bekommt man aber schnell einen Blick hinter die Kulissen und erkennt, was für Probleme zu den Problemen führen. Der Autorin sind hier absolut authentische Charaktere gelungen, die mit ihren Reaktionen, Gedanken und Macken total liebenswert sind – auch wenn sie sich manchmal furchtbar daneben benehmen. Der Sprachgebrauch ist etwas rau, es wird viel geflucht, was aber irgendwie gut zu den Personen passt.

Wie schon im ersten Teil war die Hintergrundstory echt heftig und hat mich richtig mitgenommen. Endlich mal kein seichtes Möchtegern-Drama, sondern Probleme, an denen sich jeder die Zähne ausbeißen würde. Es werden auch keine 0815 Lösungen präsentiert, sondern echtes Leben geschrieben: Wir alle versuchen, so gut wir können mit unserem Mist klarzukommen und manchmal gibt es eben diesen einen Menschen, mit dem zusammen es irgendwie besser klappt.

Das Buch hat zuckersüße Momente, Schmunzeln, laut Lachen und Tränchen vergießen, und am Ende möchte man die Charaktere nicht wirklich gehen lassen, weil sie einem ans Herz gewachsen sind. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

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