Das Holz, aus dem wir geschnitzt sind

Hüte dieses Geheimnis gut, denn nur wenn du ganz auf dich allein gestellt bist, wird dir dieser Schatz zum Segen werden. Lüftest du es zu früh, wird man es dir wegnehmen.

Westerwald, 18. Jahrhundert

Schon früh entdeckt Karl seine Leidenschaft für die Schnitzerei. Durch seine feinsinnige Art zieht er immer wieder den Spott seiner Brüder auf sich. Nur sein Großvater Jakob ermutigt ihn und vertraut ihm sogar ein Geheimnis an. Als der alte Mann stirbt, spitzen sich die Spannungen zwischen Karl und seinen Brüdern zu, bis es zu einer Tragödie kommt. Plötzlich auf sich allein gestellt, setzt Karl alles daran, seine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Dazu begibt er sich auf Spurensuche, denn das Vermächtnis seines Großvaters steckt voller Rätsel.

Die Abteikirche des Klosters Marienstatt bei Hachenburg, ein Schauplatz des Romans

Leserstimmen

Der Roman führt vor Augen, dass sich die Menschen häufig nicht genug Zeit nehmen, ihre Mitmenschen zu verstehen oder besser kennenzulernen, hinter Stereotypen oder Fassaden zu blicken, um das wahre Wesen des Jeweiligen zu entdecken. Dieses Plädoyer scheint den Roman wie ein roter Faden zu durchziehen, mal wird auf feine Weise darauf hingewiesen, an anderer Stelle ist das Unverständnis zu sehen und begreifen zu wollen so himmelschreiend ungerecht, dass es den Leser zugleich traurig wie wütend stimmt. Manche Szenen in diesem Buch waren so emotional berührend und bedrückend, dass ich für einige Zeit das Lesen einstellen musste. Doch handelt es sich bei dem Roman keinesfalls um ein trostloses Buch, denn es ist zugleich lichtdurchflutet. […] Selten habe ich bei einem Buch so viele unterschiedliche Emotionen gefühlt, habe gelacht, mich gefreut, geärgert oder geweint, um doch letzten Endes immens gestärkt, beschenkt und hoffnungsvoll auf das Gelesene zurück zu blicken! […]
Annette Spratte ist ein Roman gelungen, der das Thema Vergebung nicht nur oberflächlich betrachtet, sondern durch die Wucht der Ereignisse, der Schwere des Geschehens und den Prozess hin zum Moment des Vergebens so eindrucksvoll, so mächtig und kraftvoll wie auch segensreich gestaltet. […] Mit der durch die Zeilen strahlenden Anwesenheit und Gnade Gottes wird auch zugleich direkt ein Angebot mitgegeben, dass jeder von uns vor dem Herr kostbar ist und auf seinem Lebensweg begleitet und geleitet wird, solang wir uns auf Gott einlassen. Für mich war der Roman ein absolutes Jahreshighlight, weshalb ich auch eine unbedingte Leseempfehlung ausspreche! – Sandra von Buchweltenreise auf Instagram


Ich bin in diesem Roman versunken. Die Charaktere sind so lebendig und authentisch beschrieben, ebenso gut hat die Autorin die relevanten gesellschaftlichen Zustände der damaligen Zeit – wir befinden uns im 18. Jahrhundert – eingearbeitet und wie Annette Spratte die landschaftlichen Gegebenheiten beschreibt, lässt erkennen, wie sehr sie dieses Fleckchen Erde liebt.
Dies alles bildet die überzeugende Kulisse für eine großartige Geschichte, die in einem wunderbar flüssigen Stil geschrieben ist, die trotz der Schwere dennoch durch die Glaubensimpulse immer wieder federleicht wird und die von tiefer Liebe, Hingabe und großem Gottvertrauen erzählt. Der Titel ist perfekt gewählt für diesen Roman! – Heike von Irveliest auf Instagram –


Ich bin total in die Geschichte gefallen und habe sie geliebt. Sie hat mich gepackt und nicht losgelassen. Schon zu Beginn berührte sie mich tief, doch mit jeder Seite stürmten mehr Gefühle auf mich ein. Häufig musste ich schlucken, soviel Schmerz zog durch mein Herz und auf den letzten Seiten kamen Tränen. Das Ende ist perfekt. Wenn sich alles so ineinander fügt wie hier, dann bin ich überwältigt.
Die Geschichte beschäftigt mich immer noch und ich werde sie direkt ein zweites Mal lesen. 
„Das Holz, aus dem wir geschnitzt sind“ spricht von Vergebung, von Stärke, von Liebe und Zuversicht. Es geht darum, einzigartige Menschen zu sehen, ihren Wert zu erkennen und sie „sein“ zu lassen. Gleichzeitig geht es auch darum, Lügen, die über uns ausgesprochen werden, um uns kleinzumachen, zu erkennen, abzuschütteln und freizuwerden. – Anna von Annis Lesewelt auf ihrem Blog –


Diese Geschichte ist ein Meisterwerk, eine Kunst, weil es hier nicht um Gut und Böse geht, um irgendwelche Schuldzuweisungen, sondern weil sie dazu auffordert, hinter die Kulissen des anderen zu schauen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu respektieren.
Der Bezug zwischen der Kunst, aus einem einfachen Stück Holz Besonderes zu schaffen, und dem, wie wir in Gottes Hand sind, ist eine geniale Idee, was das Buch so einzigartig, so lebendig, gefühlvoll und besonders macht.
Gott sieht mehr in jedem einzelnen von uns als wir selbst begreifen und teilweise akzeptieren wollen und wer sind wir, dass wir den Wert eines anderen Menschen in Frage stellen oder uns Rechte herausnehmen, die uns nicht zustehen. Die Einzigartigkeit jedes Menschen wird durch diesen Roman deutlich hervorgehoben, ebenso wie die Macht der Vergebung und der Liebe.
Für mich ein absolutes Lesehighlight, ein Roman, den man niemals vergessen darf, den man immer wieder lesen kann und sollte und bei dem sich jeder die Frage stellt: Aus welchem Holz bin ich geschnitzt! – Maren von Märchens_Bücherwelt auf Lovelybooks –


Annette Spratte wird mit ihrem Buch „Das Holz aus dem wir geschnitzt sind“ selbst zur Holzschnitzerin und zeigt, wie gewissenhaft sie jede Figur ausgearbeitet hat und, ähnlich wie bei einem Stück Holz, eine jede auf ihre Art Verwachsungen, Einschlüsse, Verfärbungen im Charakter und auch im Herzen mit sich trägt.
Ihre Figuren, allen voran Karl, führen durch eine zu Herzen gehende Geschichte, die von Liebe und Gottvertrauen, Vergebung und Gerechtigkeit handelt. Ähnlich wie bei der Schnitzkunst werden nach und nach alle Ecken und Kanten, Narben und individuellen Wesenszüge freigelegt, die die Menschen im Roman nahbar und authentisch machen.
Erneut wird der Westerwald zur imposanten Kulisse für bewegende Momente, die zu Herzen gehen. Ein wenig erinnert der Bruderzwist zwischen Adam und Karl an Kain und Abel und es ist einer glücklichen Fügung zu verdanken, dass es nicht zum Äußersten kommt. Karls Suche nach seinem Platz im Leben wird begleitet von seinem Glauben, in dem er Halt findet. Spratte gelingt es dabei, die christliche Botschaft alltagstauglich und unaufdringlich zu vermitteln. Gerade in der achtsamen Beziehung zwischen Karl und seinem Großvater und später zwischen Karl und Anna wird deutlich, wie viel Kraft und Hoffnung in einer gefestigten Verbindung zu Gott steckt, auch wenn das Leben einmal ruckelt und holpert. – Katikatharinenhof auf Lovelybooks –