Am Rande des Lichts

Band 2 der Lebenswege-Reihe: Am Rande des Lichts

Josie hätte nie damit gerechnet, der Liebe in einer kleinen Stadt mitten im Nichts zu begegnen. Als sie New York verließ, um ganz neu anzufangen, war sie nur auf der Suche nach sich selbst. Doch als der große Cowboy mit der warmen Stimme ihr tief in die Augen sieht, spürt sie eine Verbindung, von der sie schon immer geträumt hat – aber nie dachte, sie könnte wahr werden.

Dieser Kerl ist allerdings anders. Seine Grundhaltung, sein Hintergrund, seine Familie – alles scheint ein Kontrastprogramm zu ihrem eigenen Leben zu sein und es ruft Dinge in ihr hervor, die sie eigentlich lieber begraben würde.

Leserstimmen

Ein großes Lob möchte ich der Tiefgründigkeit dieser Geschichte widmen. Es hat mich verzaubert, mit was für einer detailreichen Hintergrundgeschichte die Hauptakteurin Josie ausgearbeitet wurde. Für mich fast schon ein Leitfaden, an sich selbst zu glauben und das Leben mit allen Händen zu greifen, die einem bleiben. Denn es ist nicht nur die äußere Einwirkung der Liebe, die einen retten kann, nein, auch man selbst kann ein riesen großes Stück dazu beitragen, denn Interessen und Leidenschaften können die Seele erfüllen.

Annette Spratte ist eine wirkliche Meisterleistung gelungen. Sie lässt Josies Leben vor dem inneren Auge des Lesers erscheinen, als wäre der Leser selbst ein Teil der Story und unmittelbar beteiligt. Mühelos fängt die Autorin dabei Bilder und Stimmungen ein, die sich auf den Leser übertragen und ihn in die Story einsaugen. Die emotionale Achterbahnfahrt, in die sich die 22 jährigen Josie hineinstürzt, ist mitreißend und gleichzeitig feinsinnig und sensibel beschrieben. Statt einer kitschigen Romantikschnulze, liefert die Autorin einen spannenden, fesselnden Roman mit Tiefgang und Action. Dadurch ist „Am Rande des Lichts“ keineswegs ein typischer „Frauenroman“, sondern auch für „echte Kerle“ zu empfehlen.

Josie hat sich mit ihrer Welt und ihrem Leben arrangiert, ist damit aber keineswegs glücklich. Auf der Suche nach sich selbst und einem Sinn in ihrem Leben, trifft sie auf den attraktiven und hochsensibelen Horseman Jim, der Saiten in ihr anschlägt die sie selbst nicht in sich erahnt hätte. Er ist anders als andere Kerle, geheimnisvoll, schüchtern, aber gleichzeitig gehen von ihm unbeschreibliche Energie, Friede und das verheißungsvolle Versprechen einer unbeschreiblichen Liebe und Zärtlichkeit aus. Aber auch Josie ist eine sehr viel ausgeprägtere Persönlichkeit, als ihre oberflächliche Freundlichkeit vermuten lässt. Trotz der traumatischen Erfahrungen aus ihrer Vergangenheit springen die beiden sozusagen ins eiskalte Wasser, um zu erforschen, was unter der jeweiligen Oberfläche liegt, und nehmen sich die Zeit, sich wirklich kennenzulernen.

Der Roman ist angenehm leicht zu lesen. Wer das möchte, kann sich den Anspielungen und Andeutungen der Autorin, die den Leser ins Nachdenken über die eigene Biografie und Weltanschauung bringen können, entziehen und einfach nur einen gut gemachten, spannenden und abwechslungsreichen Roman genießen. Wer dagegen selbst abtauchen und die Tiefen der eigenen Persönlichkeit oder seine Einstellung zur Weltanschauung ergründen will, findet in diesem Roman gute Zugänge und Impulse die niemanden überfordern werden.

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